Fachbegriffe leicht gemacht:

Betriebssystem

Das Betriebssystem gehört systematisch zur Software und dient dazu, einen PC oder ein anderes elektronisches Gerät betriebsbereit zu machen. Ist auf einem PC, einem Smartphone oder einem Handy ein Betriebssystem installiert, sind wir in der Lage, diese Geräte einzuschalten - mehr aber auch nicht. Indem ich das schreibe, bin ich schon ungenau. Diese Aussage gilt grundsätzlich nur für PCS, Laptops und Notebooks. In den Kleingeräten für unterwegs bringen nämlich die Betriebssysteme schon eine ganze Menge an Anwendungen - also Programmen - direkt mit, die uns in die Lage versetzen, bestimmte Dinge sofort zu tun, also zu Telefonieren, SMS zu schreiben und vieles mehr. Wenn auf einem PC, einem Laptop oder einem Notebook nur ein Betriebssystem installiert ist, sind wir dennoch in der Lage, mit Anwendungen des Betriebssystems Dateien hin und her zu kopieren, zu löschen oder umzubenennen. Sogar kleine Textverarbeitungsprogramme, Internetprogramme und Mailprogramme sind häufig schon im Lieferumfang eines Betriebssystems enthalten. Wer also ein Betriebssystem kauft, sollte dies zunächst installieren und prüfen, ob er überhaupt noch spezielle Programme braucht, um seine Aufgaben erledigen zu können. Bei den Kleingeräten wie Smartphones ist das Betriebssystem derart umfangreich mit Programmen erweitert, dass wir eigentlich nichts mehr brauchen. Die Firma APPLE hat gezeigt, wie benutzerfreundlich so ein System sein kann.

Doch gehen wir für das Verständnis zurück und versuchen zu differenzieren, was nun ein Betriebssystem und ein darauf lauffähiges Programm ist. Das Betriebssystem hat in seiner ursprünglichen Funktion die Aufgabe, die verschiedenen Bauteile, die ein PC intern und extern hat, logisch und sozusagen elektronisch miteinander zu verbinden. Ich gebe hier ein sehr vereinfachtes Beispiel wieder, um das Prinzip zu verdeutlichen. Jeder PC enthält neben dem so genannten Prozessor auch eine Leiste mit Anschlüssen für Tastatur, Bildschirm oder Drucker, einen Arbeitsspeicher und einen festen Datenspeicher. Letzteren kennen wir als Festplatte oder SSD-Karte. Hierneben hat jeder PC auch einen Bereich für die Bildschirmwiedergabe und die Audiowiedergabe. Am PC muss mindestens eine Tastatur und ein Monitor angeschlossen sein, da sonst keine Eingabe durch uns möglich ist. Üblich ist hierneben ein Drucker und ein Lautsprecher oder ein Scanner oder Sticks und eine externe Festplatte.

Das Betriebssystem hat nun die Aufgabe, all diese Bauteile miteinander zu verbinden. Es teilt dem Prozessor also mit, welche internen und externen Geräte angeschlossen sind. Der Prozessor ist also das Herzstück, das denkt und handelt. Er fragt nun der Reihe nach alle Bauteile ab, ob sie eine Information für ihn haben. Das klingt etwas abstrakt, deshalb ein simples Beispiel: Wir Drücken auf der Tastatur ein A. Was passiert nun? Der Prozessor kommt bei seiner Rundabfrage bei der Tastatur vorbei und diese teilt ihm mit:
"ja, ich habe hier ein A."
Der Prozessor nimmt das A entgegen und überlegt, was mit diesem Zeichen zu tun ist. Klar, in weniger als einer Nanosekunde weiß er, dass dieses Zeichen auf dem Bildschirm angezeigt werden soll. Also schickt der Prozessor das A an den Videoteil des PCS mit dem Auftrag,dieses A aufzubereiten (Größe, Farbe und Form festzulegen) und dieses A an den Bildschirm zu senden. Ende: Wir sehen das A.

Das Betriebssystem wird daher gerne mit einem Bahnhof verglichen, der enorm viele Weichen und Anschlüsse hat. Welcher Zug nun über welche Weiche fahren soll, wird durch unser Anwenderprogramm festgelegt. Es gibt mehrere Betriebssysteme, die natürlich untereinander nicht kompatibel, also austauschbar, sind. Ich nenne hier nun die bekanntesten Systeme:

Mir ist bekannt, dass die vorstehende Darstellung und Auflistung nicht abschließend ist. Es soll hier nur ein erster Einstieg für den Laien sein, um sich im Wirrwarr ein wenig zurecht zu finden.


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