Fachbegriffe leicht gemacht:

Fachbegriff: BIOS

"BIOS" Ist eine Abkürzung und steht für die Worte: "Binary Input Output System" (= Binäres eingabe- und Ausgabe-System). Ein solches BIOS finden wir grundsätzlich nur in einem PC, einem Laptop oder einem Notebook vor, also in Geräten, die mit Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe beschäftigt sind. Ob ein Smartphone, ein Handy oder ein elektronisches Wörterbuch ein BIOS hat, vermag ich leider nicht zu sagen.

Warum gibt es ein BIOS?

Die Hersteller von PCs sind ja leider nicht auch die Hersteller von Betriebssystemen und Programmen. Wenn das so wäre, könnten viele Dinge auf den PCs wesentlich einfacher realisiert werden. Der Hersteller von PCs muss also den Programmierern eines Betriebssystems irgendwie mitteilen, welche Bauteile, also welche Hardware, er in seinem PC verbaut hat, was diese leistet und wie sie elektronisch angesteuert werden muss, damit sie funktioniert. Nur so ist der Entwickler des Betriebssystems in der Lage, überhaupt ein solches zu schaffen. Ist ein PC fertig produziert und mit einer Tastatur und einem Bildschirm ausgestattet, kann er bereits eingeschaltet werden, und sofort steht auf dem Bildschirm der Name des BIOS und eine umfangreiche Auflistung von Zahlen, Kürzeln und Werten, die dem fachkundigen Betrachter alle nötigen Infos vermitteln. Der Fachmann kann ablesen, welche Festplatte im Gerät verbaut ist, wie groß sie ist und wie schnell sie arbeitet. Er erfährt, wie schnell und gut der Prozessor im Gerät ist, wie viele Laufwerke der PC hat und welche Anschlüsse mit welcher Leistung vorhanden sind, kurzum, alles Dinge, die uns als Nutzer im Grunde genommen egal sein können.

Der Fachmann kann nun in diesem BIOS festlegen, von welcher Festplatte aus der PC hochfahren soll oder ob er von einer DVD gestartet werden soll. Aufgrund all dieser technischen Angaben ist der Software-Entwickler nun in der Lage, ein Betriebssystem und Programme zu entwickeln, die zur Leistung des BIOS auch passen. Das ist schon wichtig, wenn man sich folgendes vorstellt: Es wird ein Betriebssystem entwickelt, das davon ausgeht, dass mindestens 8 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Tatsächlich ist der Platz aber nicht vorhanden, sondern es wurde nur ein 2 GB großer Arbeitsspeicher eingebaut. Ein solches Betriebssystem kann auf einem solchen PC nicht installiert werden!

Das BIOS - genaugenommen wiederum ein Programm - ist im PC auf einem elektronischen Dauerspeicher dauerhaft abgelegt. Diese Dauerspeicher nennt man auch "Eprom". Das BIOS wird auf einem solchen Eprom eingebrannt, ist somit als Programm fest definiert und steht zuverlässig beim Einschalten des PC zur Verfügung. Das BIOS stellt also sozusagen die Schnittstelle zwischen der PC-Industrie und den Programmierern her. Anders ausgedrückt: Das BIOS ist die Brücke zwischen der Hardware und der Software. Somit kann jeder, der es möchte, ein Betriebssystem entwickeln und es auf dem Markt zu etablieren versuchen. So weit die Theorie, denn bei der heutigen Sättigung des Marktes an Betriebssystemen wird er keinen Erfolg mehr haben können. Es ist bekannt, dass schon über eine Milliarde Betriebssysteme von Microsoft weltweit im Einsatz sind und ihren Dienst klaglos verrichten.

Firmeneigene Betriebssysteme

Einige Firmen gingen den sehr pfiffigen Weg, in eigener Regie Hardware und Software zu bauen. Die Firmen IBM und NIXDORF müssen hier als lobenswerte Beispiele erwähnt werden. Ihre PCs waren richtig gut, zuverlässig schnell und präzise. Aber leider konnten sie sich am Markt nicht durchsetzen. Vielleicht waren sie zu teuer, denn wenn ein fernöstliches Unternehmen komplette PCs für 70 Euro produziert und Microsoft ein Windows 7 für nur 29 Euro verschleudert, hat eine Firma wie NIXDORF oder IBM keine Chance. Ein aktuelles Beispiel liefert die Firma APPLE mit ihren vergleichsweise teueren PCs. Diese Geräte zeichnen sich durch extrem hohe Zuverlässigkeit aus und sind zudem recht gut vor Hackerangriffen geschützt. Das allerdings muss nicht unbedingt am Betriebssystem IOS von APPLE liegen, sondern kann auch daran liegen, dass es sich für Hacker nicht lohnt, Viren für Apple-Geräte zu programmieren, weil der Marktanteil von APPLE-PCs im Vergleich zu Microsoft-PCs verschwindend gering ist.

Fazit

Wir haben also folgende Software-Kette:


Mit "Programmen" meine ich Outlook oder Firefox oder LOTUS 123.