Fachbegriffe leicht gemacht:

Human Interface Device (HID)

Dies kennt man beispielsweise von Computer-Peripheriegeräten wie Monitor, Tastatur oder Maus. Man schließt die Geräte einfach nur an dem Computer an, ohne dass ein Treiber benötigt wird. Das Gerät sagt Windows nur:
`Ich kann HID, ich bin eine Tastatur mit 112 Tasten.`
oder:
`Ich bin ein HID Monitor und kann die Auflösung 1024 * 768 Bildpunkte.`
Einfach gesagt, meldet beispielsweise eine Braillezeile, die HID kann, einfach nur:
`Ich kann HID und bin eine Braillezeile mit 6 D-Tasten und 40 (oder 32, 24, 64 oder 80) Zeichen sowie Cursorrouting.`
Diese Technik ist also genial für Sehbehinderte und Blinde, weil man hierfür keinen gesonderten Treiber mehr installieren muss. Damit das auch funktioniert, muss lediglich das HID-Protokoll aktiviert werden.Jeder Hersteller hat bislang sein eigenes HID Protokoll verwendet. Daher hat im letzten Jahr die Firma Baum RETEC AG mit verschiedenen anderen Herstellern `OpenBraille` (www.openbraille.org) ins Leben gerufen. Es wurde mit allen größeren Herstellern - außer einem - ein gemeinsames Openbraille-HID-Protokoll standardisiert, das nun in die Screen Reader und Braillezeilen eingebaut wird.

Dies ist eine für die sehbehinderten und blinden Computernutzer sehr erfreuliche Tendenz und Vereinheitlichung. Künftig wird es wesentlich komfortabler, Braillezeilen und Screen Reader gleichzeitig als Hilfsmittel zu betreiben.


Navigation:
Zurück zur Übersicht der Fachbegriffe