Programmbeschreibung
für ImgBurn

ImgBurn ist eine leichtgewichtige CD-, DVD-, HD DVD- und Blu-ray-Brennsoftware. Sie arbeitet in verschiedenen Modi:
- Read (Lesen) = liest eine Scheibe in eine Image-Datei ein,
- Build (Erstellen) = Erstellt eine Image-Datei aus Ordnern und Dateien auf der Festplatte oder einem Netzlaufwerk; auch das direkte Beschreiben eines Rohlings ist möglich,
- Write (Schreiben) = schreibt eine Image-Datei auf einen Rohling,
- Verify (Prüfen) = prüft eine gebrannte Scheibe oder vergleicht sie mit der Image-Datei, und
- Discovery (Untersuchen) = testet den Brenner.

So einfach ist das Brennen:
1. ImgBurn starten.
2. Den Lesen- modus aktivieren.
3. Rohling in den Brenner legen.
4. Das Image auswählen, das gebrannt werden soll.
5. 'Schreiben' anklicken.
Fertig!

ImgBurn unterstüzt eine große Zahl von Image-Formaten, z. B. BIN, CUE, DI, DVD, GI, IMG, ISO, MDS, NRG und PDI. AudioCDs könnenaus allen Dateitypen gebrannt werden, die DirectShow / ACM unterstützen, z. B. AAC, APE, FLAC, M4A, MP3, MP4, MPC, OGG, PCM, WAV, WMA und WV. Man kann damit auch Video-DVDs aus einem VIDEO_TS-Ordner, HD-Video-DVDs aus einem HVDVD_TS-Ordner und Video-Blu-rays aus einem BDAV-/BDMV-Ordner erstellen.

ImgBurn unterstützt Unicode-Ordner- und Dateinamen, so dass man ohne Probleme mit einem internationalen Zeichensatz arbeiten kann. es unterstützt alle Betriebssysteme von Windows: 95, 98, Me, NT4, 2000, XP, 2003, Vista und 2008, auch die 64-bit-Versionen. Wenn man Wine benutzt, sollte es auch unter Linux und anderen x86-basierten Unix-Systemen laufen. ImgBurn ist ein sehr flexibles Programm mit mehreren herausragenden Features, die oft bei anderen Programmen fehlen, besonders wenn es um das Brennen von DVD-Videos geht. Es unterstütz alle neueren Brennertypen ohne Update der Firmware, z. B. BenQ,LiteOn, LG, NEC, Plextor, Samsung und Sony. Es gibt eine Warteschlange-Funktion, wenn man mehrere Images auf mehrere Scheiben und dazu noch in mehreren Laufwerken brennen will, und ein einfach zu bedienendes Layer-Unterbrecher-System für Double-Layer-DVDs.Die Automatische Brenngeschwindigkeit erlaubt es Ihnen, die von Ihnen bevorzugte Brenngeschwindigkeit je nach Medium und Brenner festzulegen. Obwohl ImgBurn zum Arbeiten aus dem Stand angelegt ist, schätzen fortgeschrittene Nutzer seine Flexibilität.

Eine Liste der wichtigsten unterstützten Kommandozeilen-Parameter kann man sich mit `ImgBurn /?` anzeigen lassen. Hier folgt nun die komplette Liste mit Beispielen.

/MODE [PICKER | READ | BUILD | WRITE | VERIFY | DISCOVERY]
gibt dem Programm den Modus vor.
/BUILDMODE [DEVICE | IMAGEFILE]
sagt dem Programm, ob auf ein Laufwerk oder in eine Image-Datei geschrieben werden soll, wenn als Modus Build gewählt wurde.

/SRC [Laufwerksbuchstabe | SCSI- Adresse | "Ordnername\" | "Dateiname"
wird zum Bestimmen der Quelle benutzt. Der laufwerksbuchstabe und die SCSI-Adresse funktionieren beim Read- und Verify-Modus. Der Ordnername funktioniert beim Build-Modus. Der Dateiname funktioniert beim Build- und beim Write-Modus.
Beispiele:
/SRC J:
/SRC 1:0:0
/SRC "C:\DVD_DATEIEN\VIDEO_TS\"
/SRC "C:\DVDIMAGE.ISO"
/SRC "C:\BackupProject.IBB"
Im BUILD-Modus kann man eine '.IBB'-Datei als Quelle bestimmen. Das ist eine 'ImgBurn-Backup-Project'-Datei und ist eine simple TextDatei mit den Namen der ordner/Dateien, die dem Image hinzugefügt werden sollen, und den diversen Optionen dafür.Die einfachste Art, herauszufinden, wie eine solche Datei aussehen sollte, ist, von ImgBurn eine solche Datei über den Menüpunkt 'Projekt speichern ... ' erstellen zu lassen und sich die Datei dann mit Notepad anzusehen.

/SRCLIST "[Dateiname]"
nennt die Datei mit den Ordner- und Dateinamen, die zur Quelle hinzugefügt werden sollen. Das funktioniert nur im Build-Modus.
Beispiel: /SRCLIST "C:\BackupList.txt"

/DEST [Laufwerksbuchstabe | SCSI-Adresse] | "[Dateiname]"
bestimmt das Ziel. Laufwerksbuchstaben oder SCSI-Adresse funktionieren beim BUILD-, WRITE- und DISCOVERY-Modus.Dateinamen funktionieren beim READ-, BUILD- und VERIFY-Modus, bei letzterem zum Vergleichen.
Beispiele:
/DEST J:
/DEST 1:0:0
/DEST "C:\DVDIMAGE.ISO"
Im READ-Modus kann man '[DISC_LABEL]' | '[DATETIME]' | '[DATE]' | '[TIME]' (ohne Anführungszeichen) überall im Dateinamen verwenden.Dann werden die Variablen mit dem jeweiligen aktuellen Wert ersetzt. Im BUILD-Modus kann man '[DATETIME]' | '[DATE]' | '[TIME]' (ohne Anführungszeichen) überall im Dateinamen verwenden , die dann mit den aktuellen Werten ersetzt werden.
Beispiele:
/DEST "C:\DVDIMAGES\[DISC_LABEL].ISO"
/DEST "C:\DVDIMAGES\DailyBackup_[DATETIME].ISO"

/FILESYSTEM "[Dateisystem]" ändert den Wert in der Auswahlliste 'Dateisystem'. Das funktioniert nur im BUILD-Modus. Der Parameter muss exakt den Wert in der Drop-Down-Liste haben.
Beispiele:
/FILESYSTEM "ISO9660"
/FILESYSTEM "ISO9660 + Joliet"
/FILESYSTEM "ISO9660 + UDF"

/UDFREVISION "[UDF Revision]"
ändert den wert des Drop-Down-Menüs 'UDF Revision'. Das funktioniert nur im BUILD-Modus.Der Parameter muss exakt den Wert in der Drop-Down-Liste haben.
Beispiele:
/UDFREVISION "1.02"
/UDFREVISION "2.50"

/VOLUMELABEL "[Disknamen]"
setzt den wert im volume-Label-Feld. Das funktioniert nur im BUILD-Modus. Die Längenvorgaben, 32 Zeichen für ISO9660, 16 für Joliet und 126 für UDF, werden automatisch angewendet.
Um unterschiedliche Volume-Labels für jedes Dateisystem zu erzeugen, gibt es die folgenden Schalter:
/VOLUMELABEL_ISO9660 "[Volume Label]"
/VOLUMELABEL_JOLIET "[Volume Label]"
/VOLUMELABEL_UDF "[Volume Label]"
Diese Optionen wenden den jeweiligen wert an, der - wenn überhaupt - durch die Option '/VOLUMELABEL' gesetzt ist.

/SPEED [Brenngeschwindigkeit]
ändert den wert in der Drop-Down-Liste `Brenngeschwindigkeit`. Der Parameter muss exakt dem Wert in der Drop-Down-Liste entsprechen..
Beispiele:
/SPEED MAX
/SPEED 1x
/SPEED 2.4x (oderr 2,4x, abhängig von regionalen einstellungen)

/COPIES [Anzahl der Kopien] ändert den wert der 'Kopien'-Drop-Down-Liste. Der Parameter muss exakt dem wert im Drop-Down-Feld entsprechen. Das funktioniert nur im WRITE-Modus.
Beispiel:
/COPIES 2

/LAYERBREAK
gibt dem Programm vor, wo der layerbreak sein soll. Das funktioniert nur im WRITE- und DISCOVERY-Modus und nur, wenn DVD+R DL disks gebrannt werden.
Beispiel:
/LAYERBREAK 2000000

/ERASE
löscht, formatiert und überschreibt Wechselmedien.
/ OVERWRITE [YES | NO]
Zwingt das Programm alle existierenden Daten zu überschreiben bzw. nicht zu überschreiben.

/TESTMODE [YES | NO]
Startet eine Brennsimulation mit anschließender Prüfung des virtuellen Brennvorgangs. Daten werden nicht auf die Scheibe geschrieben.
/VERIFY [YES | NO]
testet eine Scheibe nach dem Brennen.
/DELETEIMAGE [YES | NO]
löscht das Image nach dem Brennen.
/DELETESOURCE [YES | NO]
löscht die Quelldateien nach dem Brennen.Das funktioniert nur beim BUILD-Modus. Diese Option ist mit großer Vorsicht zu genießen!
/EJECT [YES | NO]
wirft die Scheibe nach dem Brennen aus.

/START
startet den Brennprozess automatisch wenn das Programm die Initialisierung beendet hat.
/CLOSE
schließt das Programm nach dem Brennen.
/CLOSEINFO
schließt das Programm wenn die von '/INFO' bestimmte Textdatei erstellt wurde. /CLOSESUCCESS
schließt das Programm wenn der Brennprozess erfolgreich beendet ist.
/SHUTDOWN
fährt den PC nach dem Schließen des Programms herunter. /WAITFORMEDIA
in Kombination mit /START und /CLOSE lässt das Programm erst dann mit dem Brennen starten, wenn alles bereit ist, und schließt das Programm erst nach dem Brennen.

/IGNORELOCKVOLUME
Lässt das Programm alle `Zugriff verweigert`-Fehlermeldungen ignorieren.
/NOIMAGEDETAILS
verhindert das Anzeigen von Details des Images. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.
/ROOTFOLDER [YES | NO]
automatisiert die Anhzeige des 'Root Folder', die man erhält, wenn man lediglich einen Ordner der Quellliste hinzufügt. Das funktioniert nur im BUILD-Modus.
/PRESERVEFULLPATHNAMES [YES | NO]
aktiviert und deaktiviert das Anzeigen kompletter Pfade. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.

/RECURSESUBDIRECTORIES [YES | NO]
Legt fest, ob Unterverzeichnisse eingeschlossen werden sollen oder nicht. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.
/INCLUDEHIDDENFILES [YES | NO]
legt fest, ob versteckte Dateien eingeschlossen werden oder nicht. Das funktioniert nur im BUILD-Modus.
/INCLUDESYSTEMFILES [YES | NO]
legt fest, ob Systemdateien eingeschlossen werden oder nicht. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.
/INCLUDEARCHIVEFILESONLY [YES | NO]
legt fest, ob nur Archive eingeschlossen werden oder nicht. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.
/CLEARARCHIVEATTRIBUTE [ legt fest, ob das Archiv-Attribut entfernt wird oder nicht. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.

/BOOTEMUTYPE
verändert den Emulationstyp in der Option 'Advanced' - 'Bootable Disc'. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus.
/BOOTIMAGE
verändert das 'Boot Image'-Feld in der Option 'Advanced' - 'Bootable Disc'. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus, wenn die Option '/BOOTEMUTYPE' definiert ist.
/BOOTDEVELOPERID verändert das 'Developer ID'-Feld in der Option 'Advanced' - 'Bootable Disc'. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus, wenn die Option '/BOOTEMUTYPE' definiert ist.
/BOOTLOADSEGMENT
verändert das 'Load Segment'-Feld in der Option 'Advanced' - 'Bootable Disc'. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus, wenn die Option '/BOOTEMUTYPE' definiert ist.
/BOOTSECTORSTOLOAD verändert das 'Sectors To Load'-Feld in der Option 'Advanced' - 'Bootable Disc'. Das funktioniert nur beim BUILD-Modus, wenn die Option '/BOOTEMUTYPE' definiert ist.

/IBG "[Dateiname]"
weist das Programm an, nach dem Brennen (oder Prüfen, Falls aktiviert) die Brenndaten in diese Datei zu schreiben.
/LOG "[Dateiname]"
erzeugt vor dem Schließen des Programms eine gleichnamige Log-Datei. Man kann '[DATETIME]' | '[DATE]' | '[TIME]' (ohne Anführungszeichen) an beliebiger Stelle in den Dateinamen einfügen, und die aktuellen Werte werden eingesetzt.
Beispiel:
/LOG "C:\ImgBurn Logs\DailyBackup_[DATETIME].log"
/INFO "[Dateiname]"
schreibt den Inhalt des Laufwerks-/Mediums-Informationen-Fensters in die gleichnamige Datei.
/PORTABLE
überspringt die Sektionen, wo normalerweise Dateiverknüpfungen/Autoplay/Kontextmenü-Daten in die Registry geschrieben werden. Wenn man diese Option in Kombination mit '/SETTINGS "[Dateiname]"' benutzt, führt ImgBurn keinerlei Veränderungen an dem PC durch, auf dem das Brennen durchgeführt wurde. Das ist vor allem sinnvoll, wenn ess auf einem USB-Stick oder einer Wechselplatte betriebenwird.
/SETTINGS "[Dateiname]"
lädt und speichert die Programmeinstellungen nicht vom PC, sondern von der genannten Datei. Wird die Datei nicht gefunden, werden die Voreinstellungen verwendet und anschließend in die Datei geschrieben. Auch wenn diese Option nicht aktiviert ist, versucht das Programm zunächst die Datei 'ImgBurn.ini' im Programmmverzeichnis zu laden, und nimmt erst als zweite Alternative die Daten aus der Registry.
/NOSAVESETTINGS
legt fest, dass keine Einstellungen gespeichert werden.